Eine Aktion ist vorbei, doch die Ware ist es nicht. Aus Zentrallagern und Filialen kommen Displays mit halb leeren Fächern zurück, dazu Aktionspacks mit Banderole und Mischkartons, in denen fünf Artikel durcheinanderliegen. Im Standardsortiment verkaufen lässt sich davon erst etwas, wenn es wieder im gewohnten Karton mit der gelisteten Stückzahl steht. Dieser Beitrag zeigt, wie Rückpacken nach Aktion und Saison abläuft, welcher Zeitplan ab Aktionsende realistisch ist, was in einer brauchbaren Bestandsliste steht und was das Ganze 2026 kostet.
Welche Ware kommt nach einer Aktion zurück?
Drei Formen begegnen uns immer wieder. Erstens Displays mit Restbeständen: Die Ware steht noch in den Fächern, teils angebrochen, teils vollständig, und das Display selbst hat seinen Zweck erfüllt. Zweitens Aktionspacks, bei denen zwei oder drei Verkaufsverpackungen mit Banderole oder Aktionskarton zusammengefasst wurden und nun wieder einzeln in den Standardkarton sollen. Drittens Mischkartons aus dem Filialrücklauf, in denen verschiedene Artikel und Chargen ohne erkennbare Ordnung liegen.
Dazu kommt klassische Saisonware: Gartenartikel nach dem Sommer, Grillzubehör im Herbst, Weihnachtsartikel im Januar. Hier geht es selten um Beschädigungen, sondern darum, Restmengen kompakt und nach Artikel getrennt für die nächste Saison bereitzustellen – oft auf weniger Paletten als bei der Anlieferung. Für jede dieser Formen gilt: Die Verkaufsverpackung bleibt geschlossen, wir setzen nur die Umverpackung neu.
Wie sieht ein realistischer Zeitplan ab Aktionsende aus?
Der Engpass liegt selten bei uns, sondern beim Einsammeln der Ware aus den Filialen. Ein typischer Ablauf bei einigen tausend Stück:
| Zeitpunkt | Schritt | Wer |
|---|---|---|
| Vor Aktionsende | Rücklauf ankündigen: erwartete Menge, Artikel, Ziel-Standardkarton, Stück je Karton | Sie |
| Woche 1–2 nach Aktionsende | Filialrücklauf im Zentrallager oder in Ihrem Lager sammeln, auf Paletten zusammenfassen | Sie oder Ihr Handelspartner |
| Abholung | Partnerspedition holt die Paletten ab, gebucht binnen 24 Stunden | APOOL WERKE |
| Tag der Anlieferung | Wareneingang mit Foto, Zählung gegen Lieferschein, erste Bestandsaufnahme je Artikel | APOOL WERKE |
| 2–5 Tage danach | Erstmuster des Standardkartons mit Fotofreigabe | APOOL WERKE, Freigabe durch Sie |
| Nach Freigabe | Serie: entnehmen, sichten, nach Artikel und Charge in Standardkartons packen | APOOL WERKE |
| Abschluss | Bestandsliste, Rücklieferung oder Verbleib im Zwischenlager auf Abruf | APOOL WERKE |
Von der Abholung bis zur fertigen Bestandsliste vergehen bei einigen tausend Stück meist eine bis zwei Wochen. Wer den Rücklauf vor Aktionsende ankündigt, gewinnt die Tage, die sonst für Rückfragen zu Stückzahl und Karton draufgehen. Vom Erstmuster bekommen Sie 4 Fotos – Innenansicht offen, geschlossen, Umkarton und Palette; erst Ihr Okay gibt die Serie frei. Meist liegt es 2–5 Tage nach dem Wareneingang vor, bei Eilaufträgen am Folgetag.
Was steht in einer brauchbaren Bestandsliste?
Die Bestandsliste ist das eigentliche Ergebnis des Rückpackens. Sie sagt Ihrem Einkauf und Ihrem Lager, was wieder verkaufsfähig ist, in welcher Verpackung und wo es steht. Wir führen sie je Artikel und Charge; bei Ware mit Mindesthaltbarkeitsdatum zusätzlich je MHD. Ein Beispiel, gekürzt auf vier Artikel:
| Artikel | Charge | Eingang (Stück) | i.O. im Standardkarton | Kartons à 12 | n.i.O. |
|---|---|---|---|---|---|
| Gartenschere, Faltschachtel | L-2604 | 2.400 | 2.376 | 198 | 24 |
| Gießbrause, Karte mit Sichtfenster | L-2611 | 2.160 | 2.148 | 179 | 12 |
| Pflanzenbinder, Beutel mit Aufhänger | L-2598 | 1.440 | 1.440 | 120 | 0 |
| Gartenhandschuhe, Banderole | L-2620 | 1.200 | 1.188 | 99 | 12 |
| Summe | – | 7.200 | 7.152 | 596 | 48 |
Im Lieferschein steht der Mengenabgleich: Eingang = Ausgang + n.i.O., jede Abweichung mit Foto belegt. Angebrochene Kartons – etwa wenn eine Charge nicht durch zwölf teilbar ist – weisen wir als eigene Zeile aus und kennzeichnen sie am Karton. Auf Wunsch bauen wir die Paletten so auf, dass jede Palette nur einen Artikel trägt; das erleichtert später das Einräumen in Ihrem Lager.
Was passiert mit beschädigten Stücken und den leeren Displays?
Im Rücklauf aus Filialen sind immer Stücke mit eingedrückten Ecken, eingerissenen Aufhängern oder verschmutzten Packungen. Ob ein Stück zurück in den Verkauf darf, entscheiden Sie – wir legen die Kriterien im Erstmuster gemeinsam fest, etwa „Knick in der Faltschachtel unter einem Zentimeter ist i.O.“. Beschädigte Stücke zählen und fotografieren wir, stellen sie getrennt und melden sie Ihnen; die Regulierung mit dem Spediteur übernehmen Sie, am Produkt selbst bessern wir nicht nach.
Die leeren Displays, Aktionskartons und Banderolen fallen in großer Menge an. Die alten Kartonagen gehen sortenrein an Sie zurück oder werden nach Ihrer Vorgabe entsorgt. Soll ein Display für die nächste Aktion aufbewahrt werden, legen wir es flach und stellen es auf eine eigene Palette.
Was kostet Rückpacken nach der Aktion?
Rückpacken in den Standardkarton liegt bei 10 ct – 22 ct je Stück. Richtwerte 2026 – unverbindlich. Ihr konkretes Angebot erhalten Sie nach Anfrage und Muster. Das Beispiel aus der Bestandsliste oben, anonymisiert: Ein Anbieter von Gartenzubehör aus Rheine erhält nach dem Saisonende 7.200 Stück aus Displays und Mischkartons auf 12 Paletten zurück. Je Stück rechnen wir 15 Sekunden für Entnehmen und Sichten, dazu den Standardkarton und seine Kennzeichnung, verteilt auf 12 Stück je Karton.
- Zeit je Stück: 19,2 Sekunden, zusammen rund 38 Hallenstunden
- Arbeit: 10 ct je Stück (Einstiegspreis), gesamt 720 €
- Transport hin und zurück: 2.484 € bei 684 km je Richtung
- Gesamt: 3.204 €, also 0,45 € je Stück
Der Transport ist auch hier der größere Posten. Er wird kleiner, wenn die Ware nach dem Rückpacken nicht sofort zurückfährt, sondern bis zur nächsten Saison bei uns bleibt und in Teilmengen abgerufen wird. Auf Wunsch bleibt die Ware bei uns eingelagert und wird je Abruf in Teilmengen umgepackt; Palettenplatz und Ein- oder Auslagerung rechnen wir je Palette ab. Für jeden Palettenplatz fallen monatlich 7,50 € bis 11,00 € an, für jedes Ein- und Auslagern einer Palette 4,00 € bis 7,00 €. Weil kompakt gepackte Standardkartons meist weniger Paletten brauchen als der ungeordnete Rücklauf, sinkt die Zahl der Stellplätze oft schon durch das Rückpacken.
Wie bereiten Sie das Rückpacken am besten vor?
- Standardkarton und Stück je Karton festlegen, bevor die Ware ankommt – am besten mit einem Musterkarton.
- Kolli-Etiketten für die Standardkartons fertig gedruckt mitschicken oder angeben, was wir von Hand kennzeichnen sollen.
- Kriterien für i.O. und n.i.O. kurz beschreiben, bei MHD-Ware mit Stichtag.
- Den Filialrücklauf nach Möglichkeit schon beim Einsammeln nach Artikelgruppen auf Paletten trennen.
- Festlegen, ob die Ware zurückfährt oder bei uns auf Abruf bleibt.
Die Leistung beschreibt die Seite Rückpacken nach Aktion und Saison, den typischen Ablauf der Umpackfall Aus Display und Aktionspack zurück in Standard. Mit Ihren eigenen Mengen rechnen Sie im Umpackrechner; die erwartete Rücklaufmenge und Fotos der Aktionsware schicken Sie über die Anfrage – die Antwort von Elisabeth Zachová mit einem ersten Preis kommt binnen 24 Stunden.